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«Schritt für Schritt»

die Emmaus-Geschichte im Lukas-Evangelium 24,13-35 Tag für Tag entdecken

Ich lade Sie ein zu einem kleinen Bibel- Kurs. «Schritt für Schritt» ist das Thema des Newsletters. «Schritt für Schritt» lesen wir jeden Tag einen Abschnitt aus der Emmaus-Geschichte. Sie ist eine Oster-Geschichte. Sie ist auch eine Weg-Geschichte. Jesus ist unterwegs mit zwei Jüngern von Jerusalem nach Emmaus. Jesus möchte auch uns begleiten im Leben. Was hat diese Geschichte mit unserem Leben zu tun? Wenn Sie neugierig sind, lesen Sie jeden Tag einen Abschnitt. Fragen und Gedanken verbinden die Geschichte mit unserem Leben.

1.Tag: mit Menschen unterwegs
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 13-14:
13 Am Oster - Tag waren zwei Jünger unterwegs zu dem Dorf Emmaus.
Es liegt etwa 11,5 km von Jerusalem entfernt.
14 Sie unterhielten sich über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten.

Gedanken:
Wir sind unterwegs auf unserem Lebens-Weg. Andere Menschen gehen mit uns. Im Moment können wir leider unsere Freunde nicht treffen wegen dem Corona – Virus. Wir sind viel allein.
Wem kann ich trotz der Isolation schreiben oder erzählen, wie es mir geht?
Mit wem kann ich Freude und Schwieriges teilen?
2.Tag: mit Jesus auf dem Weg
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 15-16:
15 Während die Jünger miteinander redeten und hin und her überlegten,
kam Jesus selbst dazu und ging mit ihnen.
16 Aber es war, als ob ihnen jemand die Augen zuhielt,
und sie erkannten ihn nicht.

Gedanken:
Wir gehen unseren Lebens-Weg in Gemeinschaft mit anderen Menschen. Als Christen glauben wir, dass Jesus mit uns geht. Wann fühle ich mich Jesus besonders nahe und verbunden?
Die Jünger erkennen Jesus nicht. In welchen Situationen erkenne oder fühle ich nicht, dass Jesus bei mir ist?

3.Tag: wer ist Jesus für dich?
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 17-21:
17 Jesus fragte sie: »Worüber sprecht ihr unterwegs?«
Da blieben die beiden Jünger traurig stehen.
18 Der eine Jünger –sein Name ist Kleopas –
antwortete Jesus:
»Du bist der einzige Mensch in Jerusalem,
der nicht weiß,
was dort in diesen Tagen passiert ist?«
19 Jesus fragte sie:
»Was ist passiert?«
Sie sagten zu ihm:
»Das mit Jesus von Nazaret!
Er war ein großer Prophet.
Das hat er durch sein Wirken
und mit seinen Worten
vor Gott und vor dem ganzen Volk gezeigt.
20 Unsere führenden Priester
und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates
haben ihn zum Tod verurteilt
und gekreuzigt.
21 Wir hatten gehofft,
dass Jesus es ist,
der Israel erlösen wird.
Aber nun ist es schon drei Tage her,
seit das alles geschehen ist.

Gedanken:
Die Jünger sagen: Jesus ist ein Prophet. Wer ist Jesus für mich?
Die Jünger erzählen, was Jesus Gutes getan hat. In welchen Situationen hilft mir mein Glauben?
Sie erzählen, dass Jesus leiden und sterben musste. Jesus kennt die schwierigen Situationen im Leben von uns Menschen. Habe ich Vertrauen zu Jesus? Hilft mir das in schwierigen Momenten?

4.Tag: eine unglaubliche Nachricht
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 22-24:
Die Jünger erzählen Jesus:
22 Und dann haben uns einige Frauen verunsichert:
Sie waren frühmorgens am Grab.
23 Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden.
Sie kamen zurück und berichteten:
›Wir haben Engel gesehen.
Die haben uns gesagt,
dass Jesus lebt!‹
24 Einige von uns sind sofort zum Grab gelaufen.
Sie fanden alles so vor,
wie die Frauen gesagt haben –
aber Jesus selbst haben sie nicht gesehen.«

Gedanken:
Die Frauen erzählen den Jüngern eine unglaubliche Nachricht. Hättest du den Frauen geglaubt?
Wie reagierst du, wenn dir jemand eine unglaubliche Geschichte erzählt?
Glaubst du an Engel?

5.Tag: ein klärendes Gespräch
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 25-27:
25 Da sagte Jesus zu den Jüngern:
»Warum versteht ihr nicht?
Warum ist es für euch so schwer zu glauben,
was die Propheten gesagt haben?
26 Musste Jesus Christus das nicht alles erleiden,
um in das Reich Gottes zu kommen?«
27 Und Jesus erklärte ihnen,
was in den Heiligen Schriften über ihn gesagt wurde –
angefangen bei Mose bis hin zu allen Propheten.

Gedanken:
Die Jünger verstehen nicht, was in der Bibel steht. Jesus erklärt es ihnen. In welchen Situationen ist es schwer für dich zu glauben? Wer kann dir Dinge erklären, die du nicht verstehst?
Liest du gerne in der Bibel, auch wenn du nicht immer alles verstehst? Hast du eine Lieblings-Bibelstelle?

6.Tag: Bitten und Beten
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 28-29:
28 So kamen sie zu dem Dorf,
zu dem sie unterwegs waren.
Jesus tat so,
als wollte er weiterziehen.
29 Da baten sie ihn:
»Bleibe doch bei uns!
Es ist fast Abend
und der Tag geht zu Ende!«

Gedanken:
Die Jünger bitten Jesus, bei ihnen zu bleiben. In welchen Situationen bitte ich Jesus im Gebet, bei mir zu bleiben und mich nicht allein zu lassen?
Viele Menschen haben Angst vor dem Corona – Virus. Sie denken, jetzt hilft Beten. Glaubst du, dass Beten hilft? Wenn ja, in welchen Situationen betest du?

7.Tag: Jesus erkennen
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 29-31
Jesus ging mit den Jüngern ins Haus und blieb dort.
30 Nachdem er sich mit ihnen
zum Essen niedergelassen hatte,
nahm er das Brot und sprach das Dankgebet.
Er brach das Brot in Stücke
und gab es ihnen.
31 Da öffneten sich ihre Augen
und sie erkannten Jesus.
Im selben Augenblick verschwand er vor ihnen.

Gedanken:
Wenn wir uns zum Gottesdienst treffen, feiern wir auch oft Abendmahl - wie die Jünger mit Jesus.
Im Moment können wir nicht Gottesdienst miteinander feiern. Vermisst du die gemeinsamen Gottesdienste?
Die Jünger erkennen Jesus, als er ihnen das Brot gibt. Woran erkennst du, dass Jesus bei dir ist?



(Walter Habdank, Emmaus, kath. Kirche Thalwil)




8.Tag: anderen erzählen, was mich bewegt und begeistert
Die Erzählung in der Bibel nach Lukas 24, 32-35:
32 Die Jünger sagten zueinander:
»Unser Herz war bewegt und begeistert,
als Jesus unterwegs mit uns redete
und uns die Heiligen Schriften erklärte?«
33 Und sofort sprangen sie auf und liefen nach Jerusalem zurück.
Dort fanden sie die elf Jünger
zusammen mit allen anderen, die zu ihnen gehörten.
34 Die Jünger riefen ihnen zu:
»Der Herr ist wirklich auferstanden! Er hat sich Simon gezeigt!«
35 Da erzählten die beiden, was sie unterwegs erlebt hatten
und wie sie den Herrn erkannten, als er das Brot in Stücke brach.

Gedanken:
Wann bin ich begeistert von etwas? Wie fühlt sich das an? Gibt es Bibelworte oder Rituale, die mich im Herz berühren? Mit wem kann ich über meinen Glauben reden?

9.Tag: Geschichte: Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer spazieren mit Gott.
Ich sah in meiner Erinnerung: Bilder aus meinem Leben.
Und ich sah zwei Fuss-Spuren im Sand: meine eigene und die von Gott.
Dann blickte ich zurück.
Ich erschrak: ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Fuss-Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich Gott: „Gott, du hast mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schweren Zeiten meines Lebens nur eine Fuss-Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“
Da antwortete Gott: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, besonders nicht in Not und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“

(Geschichte von Margaret Fishback Powers)

Gedanken:
Diese Geschichte kann uns Mut machen. Gott trägt uns. Besonders in schwierigen Zeiten will er uns beschützen.
Wenn du auf dein Leben zurückschaust: an was erinnerst du dich gerne? Was war schwierig für dich?
Glaubst du, dass Gott dich durch schwierige Situationen trägt?
Spürst du auch jetzt, dass er dich beschützt in dieser schwierigen Zeit?

Segen
Gott segne unseren Weg
die sicheren und die tastenden Schritte
die einsamen und die begleiteten
die großen und die kleinen
Gott segne unseren Weg
mit genügend Atem
mit Hoffnung
mit Mut und Kraft.
So segne uns der dreifaltige Gott
Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.