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Pfingsten

Gedanken von Tanja Haas

 

 

 

 

«Pfingsten»

Pfingsten - was ist das für ein Fest? Was wird da gefeiert?

Wir haben alle frei.

Jedes Jahr sind wir gemeinsam unterwegs in Gottes schöner Natur.

Wir kennen Pfingstrosen.

Wir kennen die Pfingsttaube.

Hat sie etwas mit Pfingsten zu tun? – Vielleicht!?

 

An Pfingsten feiern wir den Heiligen Geist.

Er ist am Pfingst-Tag zu den Jüngern von Jesus gekommen

und zu seiner Mutter Maria.

 

Den Heiligen Geist können wir nicht sehen.

In der Bibel wird in Bildern von seinem Wirken gesprochen:

Er ist wie Feuer. Heiss und leidenschaftlich.

Er ist wie Sturm. Wild und frisch.

Der Heilige Geist macht alles neu.

Er gibt uns neue Kraft.

Er lässt uns mutig in die Welt gehen.

Aber er macht, was er will.

Er schenkt uns Freiheit.

Er ist wie ein Vogel.

Deshalb ist die Taube das Symbol des Heiligen Geistes.

Der Heilige Geist will uns mit einander verbinden.

An Pfingsten feiern wir auch einen Geburtstag,

den Geburtstag der Kirche.

Denn unser Glaube lebt in Gemeinschaft.

Pfingsten

Der Heilige Geist schenkt uns Menschen viele Gaben:

 

Weisheit

Stärke

Gottesfurcht

Verstand

Rat

Frömmigkeit

Erkenntnis

 

Der Heilige Geist schenkt uns geistige Früchte:

 



Diese geistigen Früchte des Heiligen Geistes helfen uns im Zusammen-Leben:

Freundlichkeit, Geduld, Freude, Treue, Liebe, Sanftmut, Friede, Selbstbeherrschung und Güte.

Die Gaben und Früchte des Heiligen Geistes helfen uns gemeinsam, barrierefrei und selbstbestimmt zu leben.

Gottes Geist macht Gemeinschaft. Menschen begegnen sich.

Gottes Geist baut Barrieren ab. Menschen verstehen sich trotz verschiedener Sprachen.

Gottes Geist möchte, dass wir selbstbestimmt leben und glauben. Er schenkt uns den Verstand.

Deshalb können wir uns auf Pfingsten vorbereiten mit einem Gebet.

Wir beten, dass der Heilige Geist zu uns kommt.

Wir beten, dass er uns seine Gaben und geistigen Früchte schenkt.


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Gebet zum Heiligen Geist:

 

Komm, Heiliger Geist!

Sei bei uns, Geist der Weisheit.

Damit wir unterscheiden

zwischen wichtig und unwichtig,

zwischen richtig und falsch.

 

Komm, Heiliger Geist!

Sei in uns, Geist des Verstandes.

Damit wir die Wahrheit verstehen.

 

Komm, Heiliger Geist!

Führe uns, Geist des Rates.

Damit wir den richtigen Weg sehen.

Damit wir einen guten Rat geben.

 

Komm, Heiliger Geist!

Erfülle uns, Geist der Stärke.

Damit wir weiter an Dich glauben.

Damit wir mit Liebe leben.

 

Komm, Heiliger Geist!

Sei mit uns, Geist der Wissenschaft.

Damit wir heute erkennen,

was für morgen zu tun ist.

 

Komm, Heiliger Geist!

Entzünde uns, Geist der Frömmigkeit.

Damit wir ganz nah bei Gott bleiben.

 

Komm, Heiliger Geist!

Weck uns auf, Geist der Gottesfurcht.

(das meint: vor Gott Respekt und Achtung haben)

Damit wir nicht übermütig werden.

Damit wir dankbar bleiben für das Leben.

Komm, Heiliger Geist!

 


Pfingst-Berichte in der Bibel:feuer

Es gibt zwei Pfingstberichte in der Bibel.

Sie können beim Lesen selbst entscheiden,

welcher Sie jetzt besonders anspricht.

Wo spüren Sie die Kraft des Heiligen Geist?

Apostelgeschichte 2, 1 - 13

Dann kam der Pfingsttag.

Alle, die zu Jesus gehört hatten, waren an einem Ort versammelt.

Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind.

Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem die Jünger sich aufhielten.

Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen.

Die verteilten sich und

liessen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.

Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt.

Sie begannen, in fremden Sprachen zu reden –

genau so, wie der Geist es ihnen eingab.

In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt,

die sich hier niedergelassen hatten.

Als das Rauschen einsetzte, kamen sie zusammen.

Sie waren verstört, denn jeder hörte sie

in seiner eigenen Sprache reden.

Erstaunt und verwundert sagten sie:

»Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa, die hier reden?

Wie kommt es, dass jeder von uns

sie in seiner Muttersprache reden hört?

Wir kommen aus vielen Ländern im Nahen Osten und Asien,

aus Ägypten und aus Libyen,

ja sogar aus Rom sind Besucher hier.

Wir sind Juden von Geburt an und Fremde,

die zum jüdischen Glauben übergetreten sind.

Auch Kreter und Araber sind dabei.

Wir alle hören diese Leute in unseren eigenen Sprachen erzählen,

was Gott Großes getan hat.«

Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen:

»Was hat das zu bedeuten?«

Andere spotteten:

»Die haben zu viel neuen Wein getrunken!«

Johannesevangelium 20, 19 - 23

Es war schon spätabends

an diesem ersten Wochentag nach dem Sabbat.

Die Jünger waren zusammen

und hatten die Türen fest verschlossen.

Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden.

Da kam Jesus zu ihnen.

Er trat in ihre Mitte und sagte:

»Friede sei mit euch!«

Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.

Die Jünger waren voll Freude, weil sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal:

»Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so beauftrage ich euch!«

Dann hauchte er sie an und sagte:

»Empfangt den Heiligen Geist!

Wenn ihr einem Menschen seine Schuld vergebt, dann ist sie wirklich vergeben.

Wenn ihr seine Schuld aber nicht vergebt, dann ist sie nicht vergeben.«

Was hat Pfingsten mit unserem Leben zu tun?

Am Pfingsten geht es darum,

dass wir Menschen uns besser verstehen.

Wir wissen selbst aus unserem Alltag,

um einander zu verstehen und verstanden zu werden,

brauchen wir oft Geduld, Freundlichkeit, Offenheit und Freude.

Dann können wir im Frieden miteinander leben.

Wir brauchen dringend Verständnis und Frieden in unserer Welt.

Viele Menschen sind unsicher und haben Angst

vor dem Corona-Virus und den sozialen Folgen,

vor Krieg und Umweltzerstörung.

 

Manchmal singen wir zusammen das Lied:

Frieden wünsche ich mir,

Frieden wünsche ich dir,

Frieden für uns alle

und für die ganze Welt.

 

Ich wünsche uns allen gesegnete und friedliche Pfingsten!